🚨 Akute Gefahr? 144 Sanität | 117 Polizei
Weitere Nummern

Ärztlicher Notfalldienst (24h):

Ärztefon — Ärztlicher Notfalldienst Kt. Zürich: 0800 33 66 55

Krisengespräch / emotionale Unterstützung:

Dargebotene Hand: 143 (24h, anonym, kostenlos)

PUK Zürich — Anmeldung & Beratung:

Kinder & Jugendliche: 058 384 66 66

Erwachsene (ab 18): 058 384 20 00

Erwachsene (ab 65): 058 384 46 82

Sie können einfach sagen: «Ich bin Angehörige*r und ich mache mir Sorgen um jemanden.» Mehr müssen Sie im ersten Moment nicht wissen.

Modul 7 / 7

«Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte. Es gibt so viele Nummern, so viele Angebote. Ich war so erschöpft, dass ich nicht einmal googeln konnte. Was ich gebraucht hätte, war eine einfache Liste.»

— Elternteil, 58 Jahre (anonymisiert)

Modul 7 · Hilfe finden & konkret handeln

Wo finde ich Hilfe?

Lesezeit: ca. 6 Minuten · oder nur die Kurzfassung

Diese Seite soll den nächsten Schritt erleichtern, nicht noch mehr Optionen aufladen. Zuerst kommt, was bei akuter Sorge zählt. Danach folgt, was heute, in den nächsten Tagen oder später sinnvoll ist, auch dann, wenn die betroffene Person keine Hilfe will und Sie zuerst für sich selbst Orientierung brauchen.

In 30 Sekunden — das Wichtigste

  • Bei akuter Gefahr: 144 (Sanität), 117 (Polizei). Ärztlicher Notfalldienst im Kanton Zürich: 0800 33 66 55.
  • Wenn es nicht akut ist, aber Sie heute handeln müssen: Holen Sie zuerst telefonische Orientierung, statt sich weiter allein durch Angebote zu kämpfen.
  • Die PUK Zürich bietet kostenlose Angehörigenberatung. Sie dürfen auch ohne Einverständnis der betroffenen Person anrufen.
  • Für Betroffene sind Hausarzt, psychiatrische Ambulanz oder Therapeutensuche oft der sinnvollste erste Weg.
  • Wenn die betroffene Person keine Hilfe will, können Sie trotzdem handeln: Beobachtungen sammeln, Beratung holen, Kinder schützen, nächste Schritte klären.
Orientierungshilfe · Modul 6

Wer braucht gerade am meisten Hilfe?

Zwei Wege — beide sind richtig. Folgen Sie dem, was Ihrer Lage am nächsten kommt.

«Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll — was jetzt?»

→ Mein Angehöriger braucht Hilfe

🚨 Leben in Gefahr

Sofort 144 (Sanität) oder 117 (Polizei) anrufen. Nicht allein lassen.

⚠️ Dringlich, aber kein Notfall

Psychiatrischer Notfalldienst:
0800 33 66 55 (Kanton Zürich)

📋 Unsicher oder will keine Hilfe

Dargebotene Hand 143 — Sie können für sich selbst anrufen.

→ Ich selbst brauche Unterstützung

🤝 Mein Angehöriger lehnt Hilfe ab

Angehörigenberatung PUK:
058 384 20 00 — kostenlos, ohne Einverständnis

💬 Ich bin erschöpft, brauche Rat

Pro Mente Sana: 0848 800 858
oder 143 Dargebotene Hand

Leselogik dieser Seite

Jetzt

Akute Krise, Handlungsdruck, keine Hilfe gewollt, Hilfe für Angehörige.

Bald

Hilfe für Betroffene, Speziallagen, Kosten und Krankenkasse.

Später / optional

Materialien, PDFs und die Datenvisualisierung am Ende. Diese Teile können warten, wenn Sie Ihren nächsten Schritt schon kennen.

Akute Krise

Bei akuter Krise — sofort handeln:

  1. Nicht allein lassen. Bleiben Sie bei der Person oder sorgen Sie dafür, dass jemand bei ihr ist.
  2. Professionelle Hilfe rufen. 144 (Sanität) oder psychiatrischen Notfalldienst kontaktieren — Sie müssen die Situation nicht allein klären.
  3. Gefährliche Mittel sichern. Medikamente, scharfe Gegenstände und andere Mittel aus dem direkten Zugriff entfernen.
  • Notruf Polizei / Sanität Bei akuter Gefahr für Leib und Leben 117 / 144
  • Ärztefon — Ärztlicher Notfalldienst Kanton Zürich 24h, kostenlos, für psychiatrische Krisen 0800 33 66 55
  • Dargebotene Hand 24h Krisentelefon, kostenlos, anonym 143 | 143.ch
  • Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche) Beratung für junge Menschen in Krisen 147 | 147.ch
  • Institut Kinderseele Schweiz (iks) Informationen, psychoedukative Kurzfilme und E-Beratung für Kinder und Jugendliche mit psychisch belasteten Eltern kinderseele.ch
  • Kinder psychisch belasteter Eltern — PUK Zürich Beratung und Unterstützung für betroffene Familien 058 384 66 66 (PUK Kinder & Jugendliche)

Nicht akut, aber mit Handlungsdruck

Viele Situationen sind nicht lebensbedrohlich, fühlen sich aber trotzdem drängend an: Sie machen sich grosse Sorgen, Ihr Angehöriger lehnt Hilfe ab, oder Sie wissen schlicht nicht, wo Sie beginnen sollen. Dann geht es nicht um die perfekte Lösung, sondern um einen ersten realistischen Schritt, der wieder etwas Ordnung in die Lage bringt.

Orientierung nach Zeithorizont

Heute

Rufen Sie eine Stelle an, die mit psychischen Krisen vertraut ist. Schildern Sie knapp, was Sie beobachten: Rückzug, Hoffnungslosigkeit, Suizidäusserungen, Verwirrung, Konsum oder totale Erschöpfung.

In den nächsten Tagen

Vereinbaren Sie einen Termin, sammeln Sie 2-3 Beobachtungen und klären Sie, wer im Umfeld mittragen kann.

Später

Nutzen Sie Materialien, Gruppen oder längerfristige Begleitung, wenn die Lage chronisch belastend bleibt.

  • PUK Zürich — zentrale Anmeldung und Beratung Wenn Sie heute Orientierung brauchen und nicht wissen, welche Stelle passt 058 384 20 00 | pukzh.ch
  • Hausarzt / Hausärztin Sinnvoll, wenn die Lage dringend ist, aber noch nicht nach Notfall aussieht
  • Dargebotene Hand Wenn Sie heute Nacht, am Wochenende oder in starker innerer Anspannung mit jemandem sprechen müssen 143 | 143.ch
Wichtig für Angehörige: Sie dürfen Hilfe holen, auch wenn die betroffene Person noch keinen Schritt macht. Orientierung für Sie selbst ist kein Umweg, sondern oft der klarste Anfang, gerade wenn Sie innerlich zwischen Rücksicht, Sorge und Überforderung festhängen.

Wenn die betroffene Person keine Hilfe will

Das ist eine der häufigsten und zermürbendsten Situationen für Angehörige: Sie sehen, dass etwas nicht stimmt, aber die betroffene Person lehnt Hilfe ab, verharmlost die Lage oder blockt jedes Gespräch ab. Auch dann müssen Sie nicht untätig bleiben.

Was Sie trotzdem tun können

Für sich selbst Beratung holen

Sie brauchen keine Zustimmung der betroffenen Person, um Ihre Lage zu klären, Beobachtungen einzuordnen und den nächsten Schritt vorzubereiten.

Beobachtungen konkret halten

Benennen Sie, was Sie sehen: Schlaf, Rückzug, Konsum, Hoffnungslosigkeit, Suizidäusserungen, Gereiztheit oder abrupte Veränderungen.

Gefährdung ernst nehmen

Wenn mangelnde Kooperation mit akuter Gefahr zusammenkommt, wird aus «keine Hilfe wollen» eine Notfallsituation. Dann gilt der Akutweg oben.

Hilfe für Angehörige

Wenn Sie erschöpft, ratlos oder dauerhaft angespannt sind, dürfen Sie zuerst für sich selbst Unterstützung holen. Angehörigenhilfe ist nicht nachrangig. Sie entlastet, klärt Rollen und hilft oft auch der betroffenen Person indirekt. Das gilt auch dann, wenn noch keine akute Krise vorliegt, die betroffene Person keinen Schritt machen will oder Sie selbst merken, dass Sie härter, leerer oder hoffnungsloser werden.

  • Fachstelle Angehörigenarbeit PUK Zürich Kostenlose Beratung, Angehörigengruppen, Informationsabende 058 384 20 00 | Angehörigenarbeit der PUK Zürich
  • Pro Mente Sana Beratung, Informationsmaterial und rechtliche Orientierung für Angehörige 0848 800 858 | promentesana.ch
  • Al-Anon (bei Alkoholproblemen im Umfeld) Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Alkoholproblemen al-anon.ch
  • Persönlicher Krisenplan (interaktiv) Frühwarnzeichen, Kontakte und Stufenplan vorbereiten — direkt ausfüllbar und druckbar. Krisenplan ausfüllen →

Hilfe für Betroffene

Wenn die betroffene Person bereit ist, Hilfe anzunehmen, ist ein einfacher und realistischer Einstieg meist besser als die Suche nach der perfekten Lösung. Für viele beginnt Behandlung bei Hausarzt, psychiatrischer Ambulanz oder einer Psychotherapeutin.

Für Betroffene meist in dieser Reihenfolge sinnvoll

  1. eine erreichbare erste Anlaufstelle wählen statt lange vergleichen
  2. einen Termin vereinbaren und 2-3 Beobachtungen mitnehmen
  3. danach erst weitere Angebote oder Spezialisierungen prüfen
Wie man einen Therapeuten findet — konkret

Schritt 1: Hausarzt oder Hausärztin (sofort, kostenlos)

Erster Anlaufpunkt für Einschätzung, Überweisung und erste Medikation. Hausärzte können auch sofort eine psychiatrische Zuweisung machen, wenn nötig.

Schritt 2: Therapeutensuche über Portale

psychologie.ch/psyfinder — nach Kanton, Sprache, Spezialisierung filtern.
Tipp: Gleichzeitig bei 3–5 Therapeut*innen anfragen, nicht nur bei einem.

Wartelisten sind normal — nicht aufgeben

Wartezeiten von 3–6 Monaten sind in der Schweiz häufig. Lassen Sie sich auf eine Warteliste setzen und suchen Sie parallel weiter. Bis zum Therapiestart kann die psychiatrische Ambulanz oder der Hausarzt überbrücken.

Schritt 3: PUK Zürich — wenn es nicht schnell genug geht

Die PUK bietet ambulante Behandlung und psychiatrische Notfallaufnahme an. Sie können direkt anrufen — auch ohne Überweisung: 058 384 20 00. Sagen Sie: «Ich mache mir Sorgen um jemanden und brauche Beratung.»

  • Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) Ambulante, tagesklinische und stationäre Behandlung 058 384 20 00 | pukzh.ch
  • Psychotherapeutensuche Therapeutensuche nach Kanton, Sprache und Spezialisierung psychologie.ch
  • Hausarzt / Hausärztin Erste Anlaufstelle für Einschätzung, Überweisung und medikamentöse Behandlung
  • Online-Selbsthilfe: ifightdepression Evidenzbasiertes Online-Programm für leichte bis mittelschwere Depression ifightdepression.com

Speziallagen

Manche Situationen brauchen zusätzliche Aufmerksamkeit, weil mehr als die Depression allein mitspielt, weitere Personen mitbetroffen sind oder die Belastung nicht eskaliert, aber chronisch zu viel geworden ist.

  • Kinder und Jugendliche im Familiensystem Wenn Kinder mitbetroffen sind oder Informationen und Entlastung brauchen kinderseele.ch | 058 384 66 66
  • Sucht oder problematischer Konsum Wenn Alkohol oder andere Substanzen die Lage mitprägen, brauchen Angehörige oft eigene Unterstützung al-anon.ch
  • Chronische oder wiederkehrende Verläufe Wenn sich Krisen wiederholen oder die Lage nie richtig ruhig wird, lohnt sich eine eigene längerfristige Begleitung für Angehörige — auch ohne aktuelle Eskalation Zu Selbstschutz und eigener Stabilität →

Kosten und Krankenkasse

Auch praktische Fragen zu Kosten und Krankenkasse sind wichtig. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte für die Schweiz.

Psychotherapie — wer bezahlt?

Seit dem Anordnungsmodell (Juli 2022) wird psychologische Psychotherapie von der Grundversicherung übernommen — wenn sie von einer Ärztin oder einem Arzt angeordnet wird (z.B. Hausarzt oder Psychiater). Für die ersten 15 Sitzungen genügt eine ärztliche Anordnung. Danach muss die Krankenkasse eine Kostengutsprache erteilen.

Was Sie beachten sollten: Es gilt Franchise und Selbstbehalt (10%). Fragen Sie bei der Krankenkasse nach, ob der/die gewählte Therapeut*in zugelassen ist.

Psychiatrische Behandlung

Psychiatrische Behandlung (durch Fachärzt*innen für Psychiatrie) wird über die Grundversicherung abgedeckt — ambulant, tagesklinisch und stationär. Es gelten Franchise und Selbstbehalt.

Medikamente (Antidepressiva)

Antidepressiva, die auf der Spezialitätenliste stehen, werden von der Grundversicherung übernommen. Das trifft auf die meisten gängigen Antidepressiva zu.

Angehörigenberatung — kostet das etwas?

Die Angehörigenberatung der PUK Zürich ist kostenlos — keine Überweisung nötig, kein Einverständnis des Betroffenen erforderlich. Ebenso die Dargebotene Hand (143) und Pro Mente Sana.

Wenn Sie selbst eine Psychotherapie brauchen (was bei chronischer Belastung sinnvoll sein kann), gelten dieselben Regeln wie oben: ärztliche Anordnung → Grundversicherung.

Was bei finanziellen Schwierigkeiten?

Wenn Franchise und Selbstbehalt ein Problem sind, gibt es Möglichkeiten: Prämienverbilligung beantragen, bei der Gemeinde nach Unterstützung fragen, oder die Pro Infirmis kontaktieren. Depression kann auch ein Grund für IV-Leistungen sein — lassen Sie sich beraten.

Material und weiterführende Links

Dieser Abschnitt ist bewusst nachgelagert. Wenn Sie bereits wissen, was Ihr nächster Schritt ist, können Sie hier aufhören. Die folgenden Materialien sind kuratiert: zuerst Kernmaterial, dann Krise, Gespräch/Beziehung, Selbstschutz und erst danach breitere Vertiefung.

So ist dieser Materialblock sortiert

Kernmaterial

Für Angehörige mit wenig Energie, die eine belastbare Orientierung oder ein Werkzeug brauchen.

Krise, Gespräch, Beziehung, Selbstschutz

Gezielte Materialien für eine konkrete Lage, nicht für allgemeine Sammlung.

Vertiefung

Weitere Links und Informationen, wenn die erste Orientierung bereits steht.

  • Kernmaterial: Zusammenfassung für Angehörige (1 Seite) Die schnellste belastbare Orientierung: Notfallnummern, typische Lagen und erste Schritte auf einer druckbaren Seite. Zusammenfassung öffnen →
  • Kernmaterial: Persönlicher Krisenplan Für Rückfälle, wiederkehrende Warnzeichen oder wenn im Ernstfall Telefonnummern und nächste Schritte griffbereit sein sollen. Krisenplan öffnen →
  • Gespräch / Beziehung: Kommunikations-Infografik Wenn Sie konkrete Sprache für schwierige Gespräche brauchen oder Worte nachlesen möchten. PDF herunterladen →
  • Beziehung: Ruderboot-Infografik Für Paare oder Familien, die besser verstehen wollen, wie Überengagement, Asymmetrie und gemeinsame Anpassung wirken. PDF herunterladen →
  • Selbstschutz: Warnsignale der Mitgefühlserschöpfung Wenn Sie Ihre eigene Überlastung oder Verhärtung besser einordnen möchten. PDF herunterladen →
  • Vertiefung: PUK Zürich Broschüren für Angehörige Kostenlos bestellbar oder als PDF herunterladbar, wenn Sie nach der ersten Orientierung weiter vertiefen möchten. Angehörigenarbeit der PUK Zürich
  • Vertiefung: Schweizerische Depressionsliga Informationen, Selbsthilfegruppen und Veranstaltungen für später oder ergänzend. depressionen.ch
  • Vertiefung: Podcast «Über Depression reden» Erfahrungsberichte und Expertengespräche, wenn Sie mehr Kontext möchten als eine schnelle Handlungsorientierung. depressionen.ch

Wenn Sie anrufen möchten

Viele Angehörige zögern, weil sie nicht wissen, wie sie beginnen sollen. Für den ersten Anruf genügt eine einfache, unvollständige Schilderung:

«Guten Tag. Ich bin Angehörige*r von jemandem, der an einer Depression leidet. Ich mache mir Sorgen und weiss nicht, was ich tun soll. Können Sie mir helfen?»

Das genügt für den Einstieg. Die Fachperson am Telefon führt Sie dann weiter.

  • Wählen Sie genau eine passende Stelle aus diesem Modul und speichern Sie die Nummer jetzt in Ihrem Telefon.
  • Wenn Sie selbst erschöpft oder blockiert sind, beginnen Sie mit Angehörigenberatung statt mit weiterer Recherche.
  • Wenn die betroffene Person keine Hilfe will, holen Sie trotzdem Orientierung für sich selbst und warten Sie nicht auf den perfekten Moment.
  • Wenn Kinder mitbetroffen sind oder Sucht mitspielt, nehmen Sie gezielt eine der Spezialstellen dazu.

Bis hierhin haben Sie die wichtigsten nächsten Schritte. Alles Folgende ist Vertiefung und kann warten, bis wieder etwas mehr Ruhe da ist.

Quellen zum Modul
  1. Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (2024). Angehörigenarbeit. www.pukzh.ch/patienten-angehoerige/informationen-fuer-angehoerige/
  2. Schweizerische Depressionsliga (2024). Informationen für Angehörige. depressionen.ch
  3. Pro Mente Sana (2024). Beratungsangebote. promentesana.ch

Optional zur Vertiefung: Wenn Sie bereits passende Hilfe gefunden haben, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

Datenvisualisierung · Modul 7 · Bodenmann et al. (2008)

Warum der Einbezug von Angehörigen hilfreich sein kann

Die Grafik fasst zusammen, warum Unterstützung durch Angehörige Behandlung und Rückfallprävention sinnvoll ergänzen kann.

80% 60% 40% 20% 0% 42,9% Kognitive Verhaltenstherapie 62,5% Interpersonelle Therapie 28,6% Paartherapie (Einbezug Angehörige) Niedrigste Rückfallrate Bodenmann et al. (2008) · Messzeitraum: 1,5 Jahre nach Therapieende · N = 60 Paare Der Einbezug von Angehörigen in die Behandlung senkt das Rückfallrisiko nachweislich.

Infografik als PDF herunterladen (A4, druckfertig)

Reflexion: Was nehmen Sie mit?

Denken Sie an die letzten Wochen: Haben Sie sich Unterstützung geholt — auch für sich selbst? Gibt es eine Beratungsstelle oder Anlaufstelle aus diesem Modul, die jetzt passend wirkt?

Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein sinnvoller Schritt des Selbstschutzes.

Kurz mitnehmen
  • In einer Krise kommt Hilfe am schnellsten über 144 oder 0800 33 66 55.
  • Hilfe zu organisieren ist keine Schwäche — es ist eine der wirksamsten Handlungen, die Sie als Angehörige*r ergreifen können.
  • Sie müssen nicht alles allein tragen. Entlastung für sich selbst ist Teil guter Begleitung.
Nächste Schritte

Sie haben alle Module durchlaufen. Was Sie hier gelernt haben, ist keine Garantie — aber eine echte Grundlage für informierte, ruhigere Begleitung.

Akute Gefahr?

🚑 144 Sanität 🚔 117 Polizei

Ärztlicher Notfalldienst

🏥 0800 33 66 55 Ärztefon 24h

Krisengespräch

💬 143 Dargebotene Hand (24h)